Title:

Die Umsetzung der Diskursethik in der modernen Unternehmung

Description:  Prinzipien zur Umsetzung der Diskursethik im Unternehmen. Die Umsetzung der Diskursethik in der modernen Unternehmung
Author:Hermann J. Stern
deutsch
  
ISBN: 0486400964   ISBN: 0486400964   ISBN: 0486400964   ISBN: 0486400964 
 
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Dissertation

an der Universität St. Gallen
(Herbst 1996)

 

Die Umsetzung der Diskursethik in der modernen Unternehmung

Legitimation contra Erfolgssicherung?

 

 

Das war zwar nicht der Titel meiner Dissertation, welche Du in ausgewählten Bibliotheken unter dem Namen Kommunikative Rationalisierung der Unternehmung im Spannungsfeld von Legitimation und Erfolgssicherung findest, aber er beschreibt wesentlich besser, was in der Arbeit wirklich steckt. Ich habe mir nämlich die Frage gestellt, wie man pragmatisch diskursethische Ansätze in der Unternehmen umsetzen könnte. Dabei stelle ich mich auf den Standpunkt, dass die Diskursethik durch handfeste Regeln und institutionelle Vorkehrungen in der Unternehmung umgesetzt werden kann. Man muss also als Firmeneigentümer nicht mahnen, sondern man hat die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen, um diskursethisch relevantes Handeln zu bewirken. 

Die wesentliche Aufgabe kommt aber der ordnungspolitischen Ebene (also dem Gesetzgeber) zu, der mit neuen Gesetzen und Verordnungen eine Unternehmensverfassung schafft, die ethisches Verhalten fördert. Das ist nicht komplett neu und auch keine Insellösung. Bereits heute fördern Gesetzgeber und andere Organisationen ethisches Verhalten durch konkrete Rahmenordnungen. So werden für Aktiengesellschaften Kontroll- und Aufsichtsorgane sowie Rechnungslegungsvorschriften erlassen. Börsenkotierte Firmen unterstehen strikten Publikationsvorschriften und Wettbewerbskommissionen prüfen Unternehmenszusammenschlüsse auf deren volkswirtschaftliche Auswirkungen.

Im Detail sieht das dann wie folgt aus:

Executive Summary:

Die administrativen Detaildaten wie Titel, Widmung, Erklärung und Lebenslauf sind in einem separaten Dokument abgelegt. Der Rest ist in die folgenden vier Teile aufgeteilt, die ich hier kurz beschreibe.

Hierzu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, ausser dass das Inhaltsverzeichnis dem angehenden Doktoranden als Leitfaden für die eigene Diss helfen könnte (so wie das üblicherweise gemacht wird). Im Vorwort sind übrigens die ganzen Danksagungen abgelegt - ein wichtiger Hinweis für meine vielen Helfer bei der Dissertation.

Im Teil I habe ich hergeleitet, warum ich der Meinung bin, dass die Diskursethik in der Unternehmung umgesetzt werden müsste. Es wurde gezeigt, dass sowohl strategische Gründe (= Maximierung des Gewinnes) als auch ethische Gründe (= Legitimation der Unternehmung im Wirtschaftssystem) dafür sprechen, die Diskursehtik in der Unternehmung umzusetzen. Lass Dich selber überzeugen und wenn Du denkst, dass ich richtig bin, dann starte gleich mit Teil II.

Nachdem im ersten Teil hergeleitet worden ist, dass es die Diskursethik in der Unternehmung braucht, wird hier erarbeitet, was sie denn in der Unternehmung konkret bedeutet. Dafür werden die Grundsätze der Diskursethik erläutert und mit den Grundsätzen der Unternehmungs-Organisation in Verbindung gebracht. Das Resultat sind 12 Prinzipien aufgrund derer Unternehmen im Hinblick auf deren "Diskurs-Fähigkeit" überprüft werden können. Diese Prinzipien sind aber noch nicht operationalisierbare Massnahmen (=Massnahmen, die organisatorisch umgesetzt werden können). Sie sind lediglich Messgrössen anhand derer im dritten Teil konkrete Organisationsempfehlungen beurteilt werden.

Und hier im dritten Teil geht es dann um die Wurst. Was konkret gemacht werden soll um eine diskursfähige oder diskursethisch rationalisierte Unternehmung zu erhalten, wird hier im Ansatz erläutert. Es werden 7 konkrete Gestaltungsideen vorgestellt, die beschreiben, was aus der Sicht der Diskursethik gemacht werden sollte, um eine "diskursethischere" oder eben einfach ethischere Unternehmung zu gestalten. Je besser eine Unternehmung eine, mehrere oder alle 7 Gestaltungsideen organisatorisch in die Tat umsetzt, desto "diskursethisch legitimer" ist sie. Im Übrigen ist die Liste der Gestaltungsideen nicht abschliessend. Es sind durchaus noch weitere Gestaltungsideen denkbar. Wesentlich ist jedoch, wie gut eine Gestaltungsidee im Hinblick auf die in Teil II definierten 12 Prinzipien der Diskursethik abschliesst.

Hier sind alle Litarturangaben vermerkt.

  • Schlussbemerkung

Meine Dissertation trifft wesentlich zu konkrete Aussagen als dass dies für einen Ethiker oder Philosophen akzeptierbar wäre. Sie ist daher nicht als Ethikbeitrag oder Beitrag zur Philosophie zu verstehen, sondern versteht sich als Beitrag zur Betriebswirtschaftslehre. Sie ist so etwas wie eine "Übersetzung" ethischen und philosophischen Gedankengutes in die Alltagssprache des Managers. 

Ich möchte daher den Ethiker und Philosophen um Verständnis bitten, wenn zugunsten der Umsetzbarkeit Aussagen gemacht werden, welche dem Ideal des abstrakten philosophischen Denkens nicht vollends genügen. Ich stelle mich auf den Standpunkt, dass der wirklichkeitsrelevante Verständnisgewinn beim Manager den abstrakten Theorieverlust beim Ethiker bei weitem wettmacht.

  
Nicomachean Ethics (Dover Thrift Editions)
Siehe auch:
Politics (Dover Thrift Editions)
The Prince (Dover Thrift Editions)
The Republic (Dover Thrift Editions)
Six Great Dialogues: Apology, Crito, Phaedo, Phaedrus, Symposium, the …
The Art of War (Dover Military History, …
War and Peace (Wordsworth Collection)
 
   
 
     

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